Patronat: Bistum Basel; der Pfarrhaushälterinnen; der Fischer, der Schiffer; der Müller;der Armen, der Menschen in Not; bei Kinderwunsch
Der Überlieferung zufolge wurde Verena um das Jahr 300 in Ägypten geboren und begleitete die Thebäische Legion um den Heiligen Mauritius, deren Mitglieder (unter ihnen auch Verenas Bräutigam) in der Schweiz unter der Herrschaft der römischen Kaiser Diokletian und Maximian den Märtyrertod starben.
Verena widmete ihr Leben Gott und zog nach Tenedo (eine ursprünglich keltische, von den Römern eroberte Siedlung; das heutige Zurzach), wo sie ein Leben als Einsiedlerin führte und viele Alemannen zum christlichen Glauben bekehrte. Der Legende nach hatte Verena große Fähigkeiten als Heilerin und sorgte aufopfernd für die Kranken und Armen. In ihren letzten Lebensjahren soll Verena als Pfarrhaushälterin gearbeitet haben und sich um die christliche Erziehung junger Mädchen, die sich ihr anschlossen, gekümmert haben.
Um 350 verstarb Verena in Zurzach. Über ihrem Grab wurde eine Kirche errichtet, die um 800 um ein Benediktinerkloster erweitert wurde; noch heute ist der Ort Ziel vieler Wallfahrten. Reliquien der Heiligen befinden sich in Zurzach, im Wiener Stephansdom und seit 1986 auch in der koptischen Kirche der Heiligen Mauritius und Verena in Kairo (Ägypten).
Einer der ersten Berichte über das Leben der Heiligen Verena wird Hatto III. (Abt des Benediktinerklosters auf der Bodenseeinsel Reichenau in den Jahren 888–913) zugeschrieben.
Darstellung: als jungfräuliche Nonne oder Matrone
Attribute: Krug, Brot, Fisch, Schlüssel, Kamm

Quelle: Herder-Verlag

