„bet & breakfast“

„bet & breakfast“ – ein schulpastorales Angebot für Grundschulkinder in der Fastenzeit

„bet & breakfast“ – ein schulpastorales Angebot für Grundschulkinder in der Fastenzeit

Nein - kein Tippfehler: Es gab kein „Bed&breakfast“, also Bett und Frühstück, sondern – mehr als ein Wortspiel: Freitagmorgen in der Turnhalle der Grundschule am Schloss in Tauberbischofsheim: Nicht Sport stand auf dem Stundenplan, sondern eine ganz andere Art des Betens. In der Turnhalle versammelten sich die katholischen und evangelischen Kinder der dritten und vierten Klassen mit ihren Lehrerinnen, um den Tag mit einem Morgenimpuls zu beginnen. Mit dem „Lebensrad“ in der Kreismitte führte Elke Hunecke die Kinder durch die Fastenzeit. Das „Lebensrad“ ist ein großes Holzrad mit einem Kreuz in der Mitte. Beim ersten Treffen wurde es wortwörtlich ent-deckt und be-griffen. Die Kinder fanden Namen für das Rad und probierten aus, was man damit alles machen kann. In der zweiten Woche entdeckten wir die Symbole Kreuz und Kreis und die Kinder fanden heraus, dass viele Dinge nicht entweder gut oder schlecht sind, sondern oft zwei Seiten haben – eine positive und eine negative. Beim dritten Freitag waren wir unser „Seelengärtner“ und säten gute Vorsätze, die in uns wachsen sollten. Als wir das vierte Mal zusammen waren, ging es um Steine, die aus dem Weg zur Mitte geräumt werden mussten, die dann zu Brot werden konnten und es ging darum, was es heißt, Kumpane (cum pane = mit Brot, abgekürzt Kumpel) zu sein. Und am letzten Schultag vor den Osterferien lernten die Kinder besondere Seiten von Freundschaften kennen, auch von der Freundschaft von Jesus und Petrus, die am Kreuz nicht aus war. Das alles konnte am Holzrad symbolisch gezeigt werden.  

So weit zum Teil des „bet“. Und was war nun  „breakfast“?

Als Ritual wurden anschließend aus einem großen Korb frische Brötchen verteilt und geteilt. Die Kinder genossen sichtlich das knusprige kleine Frühstück und achteten aufmerksam darauf, dass auch jede und jeder etwas bekam. Weniger für mich – mehr für die anderen, und das noch mit guten Gedanken für einen neuen Schultag; das Experiment „bet & breakfast“ in der Grundschule ging voll auf; es herrschte eine sehr schöne Atmosphäre, die Kinder waren ganz bei der Sache und auch den Lehrkräften hatte der ungewöhnliche Start in den Tag gut getan. Gerne wieder!

 

 

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