Margareta (Marina) von Antiochia

Namenstage: Margareta, Marina, Greta

Funktion: Heilige, Märtyerin

Gedenktag: 20. Juli

Patronat: der Bauern, Mädchen, Jungfrauen, Ehefrauen, Ammen; gegen Unfruchtbarkeit; für eine glückliche Geburt
zählt zu den Vierzehn Nothelfern

Das Leben der Heiligen Margareta (in der Ostkirche ist der Name Marina üblich) ist nur in legendenhafter Form überliefert. Dieser zufolge stammte sie aus Antiochia in Psidien (heute bei Aksehir in der Türkei) und war die Tochter eines heidnischen Priesters, wurde jedoch von ihrer Amme im christlichen Glauben erzogen. Sie geriet mit dem Stadtpräfekten Olibrius in Konflikt, entweder weil ihr Vater sie aufgrund ihres Glaubens verstieß und sie bei diesem denunzierte, oder weil Olibrius ein Auge auf das schöne Mädchen geworfen hatte, aber abgewiesen wurde. Olibrius ließ Margareta gefangen nehmen und foltern. Einmal soll sie mit eisernen Kämmen gerissen worden sein, einmal erschien ihr das Böse in Form eines Drachens, der aber ihrem Kreuzzeichen weichen musste. Immer wieder sollen ihre Wunden auf wunderbare Art und Weise geheilt worden sein, so dass das Volk staunte und immer mehr Menschen sich bekehren ließen. Schließlich ließ Olibrius sie enthaupten (um das Jahr 305). Reliquien der Heiligen Margareta werden in Montefiascone (in der Nähe von Rom) in der Kirche San Flaviano verehrt.

Darstellung: als junge Frau; oft zusammen mit Barbara, Katharina und Dorothea als »Virgines capitales« (die wichtigsten Jungfrauen)

Attribute: Drache, Kreuz (sie soll den Teufel mit dem Kreuzzeichen besiegt und den Drachen mit dem Stabkreuz getötet haben); Krone oder Perlenkranz (wegen ihres Namens); Palmzweig, Fackel und Eisenkamm (Martyrium)

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010

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